
Portfolio diversifizieren: Risiken verstehen
Diversifikation bedeutet mehr als viele Produkte. Erfahren Sie, wie Anlageklassen, Risikotreiber und Korrelationen die Portfoliostruktur beeinflussen.
Diversifikation wird häufig mit einer großen Zahl von Positionen verwechselt. Entscheidend ist jedoch, welche Risikotreiber ein Portfolio tatsächlich bewegen: Zinsen, Konjunktur, Bonität, Währungen, Liquidität. Zehn Produkte mit demselben Risikotreiber sind keine Streuung, sondern Wiederholung.
Risikotreiber statt Produktzahl betrachten
Echte Diversifikation beginnt bei der Struktur: Anlageklassen, Regionen, Laufzeiten und Liquiditätsgrade werden bewusst kombiniert, sodass unterschiedliche Marktphasen unterschiedliche Bausteine tragen. Das Ziel ist nicht die Maximierung der Rendite in einem Szenario, sondern Tragfähigkeit über viele Szenarien hinweg.
Korrelationen ändern sich gerade in angespannten Märkten. Eine Portfolioanalyse sollte daher auch ungünstige Szenarien betrachten: Was passiert bei steigenden Zinsen, einem Konjunktureinbruch oder sinkender Marktliquidität? Die Antwort kann wichtiger sein als die Anzahl der Positionen.

